Core-I

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Gestern Abend hat Intel neben den Notebook Prozessoren noch eben die 11. Generation der Desktop Prozessoren vorgestellt.

Wirklich überraschend war hier nichts, da die Basis ja der neue Kern ist der eigendlich für 10 nm Entwickelt wurde um wieder auf 14nm hochskaliert zu werden. Alleine hierdurch sind 19% IPC Steigerung möglich geworden ( und auch nötig geworden um mit AMD zu konkurrieren. ) Durch das hochskalieren auf 14nm ist jedoch kein Platz mehr für 10 oder mehr Kerne sondern nurnoch 8, was dann mal eben gute 20% Performanceeinbuße im Multicore bedeutet und die 19% aufraucht.

Was überrascht ist das Intel es ebenfalls geschafft hat den Takt auf 5,3 Ghz zu belassen bei in etwa gleicher Abwärme.

Die großen Neuerungen für die neuen Core-i Prozessoren sind aber PCIe 4.0 Support in Form von 20 PCIe Lanes als auch Konkurrenzfähigkeit mit AMD in niedrigkernigen Tasks.

Intel hat sich sozusagend (vorerst) seine ( Singlecore ) Performancekrone mit der Brechstange zurückgeholt aber so wies Aussieht wird wieder hart Selektiert bei den Benchmarks zum Vergleich mit AMDs Ryzen 9 5900x, gibt es kaum Überschneidungen mit den Benchmarks die AMD Cherrypicked hat und quasi eh die Schwächeren Vertreter für den Vergleich gewählt.

Nächste Woche stehen wieder viele Events rund um die CES 2021 an. Die Highlights beinhalten Keynotes von :

  • Intel CES 2021 Pressekonferenz am 11.01.2021 22:00 – 22:30
  • Samsungs Exynos is back Event am 12.01.2021
  • AMD CES 2021 Keynote am 12.01.2021 17:00 – 18:00
  • Nvidia CES 2021 Game On Event am 12.01.2021 18:00 – 19:00
  • MSI Premiere 2021 Tech for the Future 13.01.2021 20:00
  • Samsung Galaxy Unpacked 2021 am 14.01.2021

Besonders die Events von Intel / AMD / Nvidia sind hier relativ dicht beieinander liegend und geben die Produktstarts für das 1. Halbjahr 2021 der Hersteller bekannt.

Bei Intel wird die Vorstellung der 11. Generation Core-i erwartet als auch die ersten Notebookchips und erste Demos mit Intel Xe im Desktop Gewand als Dedizierte Grafikkarte für Endkunden.

Bei AMD geht es weiter im Fahrplan der 5000 Generation der Ryzen Prozessoren, mit dem Ableger für HEDT ( Threadripper ) , den Mobilchips als auch den noch ausstehenden Epycs der Zen 3 Familie. Weiterhin ist hier auch der weitere Ausbau des Lineups der Big Navi getauften NAVI 2 / Navi 20 Familie zu erwarten mit den kleineren Chips bzw. der Ankündigung eines weiteren Chip Refreshs.

Bei Nvidia wiederum geht es im eigenem Event meist primär darum um Parnterschaften mit Spielestudios zu zeigen und ein paar neue Spiele zu teasern. Allerdings wird auch erwartet neues von der RTX 3000 Familie zu hören, quasi Einstiegs CPU / Refreshs des aktuellen Linueups als auch aufgestockte Ti Versionen der Topmodelle.

Allem vornweg fällt auf das das seit 2016 das erste mal ist das nicht AMD die erste Keynote der CES hält, sondern Intel … was ein starkes Anzeichen dafür ist das Intel hier einige überraschungen Parrat haben wird. Auch der Konter AMDs einen Tag später wird hier mindestens genauso interessant wie die Produktschlacht die NVIDIA mit AMD plant. Für den AMD RX 6000 Launch steht immernoch ein Konter seitens NVIDIA aus, und der wird nicht nur die Performance der Systeme für 2021 bestimmen sondern auch die Preise der Grafikkarten für dieses Jahr vorgeben.

So wie es ausschaut wird die kommende Zeit bis 2021/2022 weiterhin für Intel im Desktop Bereich bei 14nm bleiben und bis zum Finalem Switch auf 7nm irgendwann 2021 / 2022 auch keine Strukturverkleinerung geben. Angepasste Folien wurden bereits auf einschlägigen Seiten gepostet und reflektieren die Marginal geringe Ausbeute die Intel wohl auf 10nm hat und die damit verbundenen Performance Probleme.

Nicht betroffen hiervon ist offenbar der Laptop als auch Server Markt welche ab diesem / kommendem Jahr mit 10nm in niedrig Taktenden CPUs versorgt werden.

Im Serversegment werden hierbei allerdings auch nur bis zu 28 Kerne auf der neuen Architektur geboten. Der “neue” 58 Kerner bleibt auf Skylake Basis und somit 14nm.

Das ganze scheint die Aussage zu bekräftigen das Intel Momentan die Probleme versucht auszusitzen anstatt sie zu lösen und sich mit dem über die Jahre angesammeltem Geldpolster über Wasser halten zu wollen.

Alles in allem scheint somit auch Bestätigt was viele Bereits wussten: 10nm war eine Totgeburt.

Wenn man sich die letzten Jahre bei Intel seit dem ersten auftauchen von Ryzen anschaut, wird einem Bewusst das Intel nicht nur kalt überrascht wurde, sondern mit der Überraschung nicht umgehen konnte / kann / können wird. Man Gerät zuerst ins Straucheln, versucht dann Dinge überbrückungsweise zu ermöglichen, melkt währenddessen die Kunden die auf die Marke vertrauen fröhlich weiter und schaltet dann in einen Modus den ich Gelinde als Verarschungsmodus bezeichnen würde um nichtvorhandene Neuerrungen günstiger aber immernoch Overprized an den Mann zu bringen … so würde ich zumindest das bezeichnen was seit 2017 passierte …

2017: Der Abstieg beginnt die Panik macht sich breit
AMD Ryzen war angekündigt, Intel glaubte noch daran besser zu sein und hielt an der Vermutung fest das egal was kommen mag, sich wahrscheinlich Bulldozer wiederholen würde. Was folgte war die Schelle Mitten ins Gesicht einen CPU vor die Nase gesetzt zu bekommen, der nicht nur durch eine passable IPC glänzen konnte, sondern durch die Bank weg Premium Features bot die definitiv nur für Hochpreisige Desktop CPUs gedacht waren ( SMT / Freier Multiplikator zum Beispiel ). Was Intel jedoch noch mehr schmerzte war das die CPUs mit doppeltem Core Count immernoch weniger kosteten als die eigenen High End Modelle. So kam es zum launch vom Ryzen 7 1800x ( 8c / 16t ) dazu das lediglich ein Core i7-7700k ( 4c / 8t ) als Gegner bereitstand und man schon ab Workloads die 6 Kerne benötigten schon das Duell verlor. Als Reaktion machte Intel zum Ende des Jahres etwas was merkwürdig anmutete, es wurde binnen 6 Monaten ein weiteres Skylake Modell veröffentlicht welches nun mit 6 Kernen und 12 Threads als Coffee-Lake 8700k Firmierte … und erstmal Luft schaffte … heiße Luft, den der Heatspreader war immernoch nicht verlötet und die durch die 2 zusätzlichen Kerne verursachte Abwärme sorgte dafür das die Dinger alles andere als Kühl waren. Zeitgleich wanderte man vom gewohnten man kann eine Plattform über 2-3 Generationen Nutzen ab und wurde zu man kann die Plattform X auch nur für Serie X nutzen und für nichts anderes … und das verwirrend genug trotz identischem Sockel 1151 ( wie sich zeigte waren CL und CL-R CPUS durchaus auf z170 / z270 Boards Lauffähig )
Aber hier endet das Jahr noch nicht … den AMD griff Intel auch auf der HEDT Plattform an und verteilte Tief(preis)schläge. Der Threadripper machte Intel soviel Angst das aufeinmal auch hier die seit einigen Jahre gepflegte X99 Plattform durch x299 abgelöst werden musste … nur um Kontra zu bieten. Da der TR1xxx auf seiner TR4 Plattform sowohl 8 als auch 12 und 16 Kerne bot war schnell klar das das Preiskonstrukt von Intel sich hätte anpassen müssen. Während für den TR 1950x ( 16 Kerne / 32 Threads ) knapp 800 Euro Veranschlagt wurden, war für den “i9-7960x” ( 16 Kerne / 32 Threads ) von Intel schonmal 1699 Euro Veranschlagt , für 18 Kerne mit 36 Threads waren es in der Extreme Edition ca. 2100 Euro. Auch hier setzte Intel erneut auf den Marken Namen und das Vertrauen der Kundschaft, aber auch hier enttäuschte Intel erneut und versuchte mit dem vom Server stammendem Chipsatz, welcher teildeaktiviert war, weiter Geld zu scheffeln indem sie die deaktivierten Funktionen mit Hardwaredongels für teuer Geld reaktivierbar machten um Dinge wie RAID Level zu benutzen. Bei Boardpreisen jenseits von 400 Euro war das aber schon mehr als nur Grenzwertig zu betrachten. Dazu kam das Intel erneut CPUs ins Spiel brachte welche für die Plattform nicht gedacht waren, Namentlich der 4c / 8t 7740x , welcher im Prinzip einer auf die x299 angepasste z270 CPU war (7700k) und vor allem mit einem zum großteil nicht nutzbarem x299 Board auf sich aufmerksam machte, denn egal wo dieser CPU eingebaut war, es ging dank mangelnder CPU Lanes im schlimmsten Fall 2/3 des Boards nicht.

2018: Lieferengpässe, Notlösungen und Angst … panische Angst
Im Desktopbereich kam erneut im ersten Halbjahr gegenwind von AMD mit der 2. ZEN Generation die 2000 Serie setzte da an wo die 1000 er aufgehört hatte und erhöhte successive die IPC und möglichen Taktraten zu erstaunlich niedrigen Preisen und blieb dabei auch noch der 2017ner AM4 Plattform treu. Intel lernte in diesem Jahr eins … CPUs aus einer Schublade zu zaubern beinhaltet auch sie Marktfähig zu machen … die 2018ner Comet Lake Lösung wurde auf Halde geschoben weil der 10nm Prozess alles andere als Bereit war. Es musste eine neue Notlösung her, da der i7-8700k deklassiert wurde vom neuen R7 2700x … also goss man erneut alten Wein in neue (größere) Schläuche und baute die “nächste” Generation an Intel CPUs, welche die im HEDT Segment beheimatete i9 Serie nun auch in den Desktop bereich brachte. Das Ergebnis war wieder ein Skylake … diesmal mit 8 Kernen und 16 Threads … und verlötet ganz wie die Konkurrenz. Ein Problem blieb dennoch … das Ding läuft heiß wie die Hölle, und bei den TDPs wird gemogelt … dazu kommt ein Preis wo einem die Ohren Schlackern und ein i7 der zwar auch 8 Kerne hat aber aufeinmal kein Hyperthreading mehr (aber auch verlötet ist)?! Doch das Problem was dann kam hat irgendwie auch Intel nicht wirklich kommen sehen … hätten sie aber wohl:
Normalerweise hat Intel viele Produkte in verschiedenen Strukturbreiten im Umlauf, Prozessoren über 3-4 Generationen im Server Segment / Desktop Segment / HEDT Segment / Notebook Segment / Chipsätze über alle Plattformen usw. Das Problem ist wenn man Jahrelang den Prozess nicht verfeinert, landen immer mehr Produkte im gleichen Prozess und es werden keine Ressourcen Frei um genug von allem zu Produzieren, so auch im Späten Jahr 2018, die Neue CfL-R CPU-S sind gerade draußen, aber irgendwie sind sie nicht Lieferbar, ähnlich bescheiden die Mainboards diverser Hersteller, Server CPUs und sowieso alles was man so von Intel kaufen möchte … Das Schlug sich erschrckend auf die Preise aller Produkte aus und so wurden die CPUs auch weit über ihren ohnehin schon zu hohem Preis gehandelt. Das Ganze Zog sich bis in den März 2019 weiter.
Aber auch HEDT technisch glänzte Intel dieses Jahr mit neuerungen die mehr als Kundenverarsche gelten konnten. Ein neues Jahr auf x299 … Exakt die gleichen CPus mit einem Hauch mehr Leistung zu exakt den gleichen Preisen. Oh und ebenfalls in 14nm welches Schwer bis garnicht verfügbar war. Schlimm? Ja vor allem für Intel da TR2 Launchte und gleich mal die Bombe droppte: Intel hatte 18c/36t , wir haben nun 32c/64t und sind nach wie vor super skalierbar und auf der gleichen Plattform. Wo TR2 vorgestellt wurde, wollte Intel gleich ein Preview auf einen “upcoming” HEDT Prozessor Zeigen, welcher auf 28 Kernen mit 56 Threads 5GHz schaffen sollte … Das das System auf LN2 gelaufen ist und das Mainboard mit 2! 24 Pol Anschlüssen und 4 CPU 8-Pin Anschlüssen das Board und CPU mit Strom versorgte sagt eigendlich schon viel über diesen “Versuch” aus. Besagte CPU startet im November 2019 bei 2,8 Ghz und wieder auf 14nm in einem neuem Sockel und boostet gerademal auf 4,0 Ghz. Alles in allem war auch dieses Jahr komplett an AMD verloren. Vor allem die Engpässe sorgten auch im Serverbereich für ein Umdenken an die besser aufgestellte AMD Konkurrenz.

2019 Wenn einem kleine Dinge Angst machen und man deshalb Dummheiten macht:
Bei AMD stand das Jahr unter dem Motto mit kleinen Dingen groß hinaus. der Starke start der 2. Ryzen Generation beflügelte AMD und mit dem Konzept von 7nm wollte man auch die ersten Produkte rausbringen.
Die 3000er Ryzen Serie überzeugte mit gutem Thermischen und Stromtechnischem Verhältnis und einer IPC die mit der 9000er Serie von Intel mithalten kann. Seit dem Release warten alle Intel Fans auf eine Antwort … bis auf 2 weitere 9900ks kam aber nichts dabei herum. Der eine 9900kf ist um seine Grafikeinheit beschnitten ( nur abgeschaltet ) und kostet genausoviel wie der normale 9900k … der Zweite ein auf 5Ghz Allcore Taktender 9900ks kostet “nur” 120 Euro mehr als der normale, kann aber auch nur eingeschränkt einem Ryzen 7 3800x Paroli bieten. Aber das Ziel sollte garnicht dieser sein, sondern der IMMERNOCH günstigere Ryzen 9 3900x welcher mit 12 Kernen jeglichen i9 auf egal welcher taktung im Boden Versenkt das es Peinlich wird. Schlimmer ist eigendlich das AMD noch mit einem 16 Kerner im Desktop Segment aufwarten wird der Quasi schon mit einigen HEDT Modellen den Boden wischen wird und zusätzlich den 9900k(f/s) zersägt. Was auffallend ist, das im Desktop Segment bisher kein 10th Gen Core gesichtet wurde und lediglich der Notebook Markt mit einem performant Fragwürdigem 10nm bedient wird.
HEDT technisch sieht das ganze anders aus, es kommt als Gen 10 erneut ein Skylake aufguss mit gestrichenem 16 Kerner in dieser Generation (Welch überraschung, man will halt keine Vergleiche mit dem Desktop Ryzen 9 3950x ) und wenig überraschend ist auch wieder bei 18C/36T schluss. Hier gibt es eine Ausnahme: der 28 Kerner kommt in einer Sonderausgabe auf den Markt , liegt aber sowohl preislich als auch sinngemäß Fraglich in Bereichen über die man nicht nachdenken möchte. Viel hat Intel bei HEDT nicht gemacht ausser den namen angepasst und Taktraten angezogen, allerdings kam hier eine Unerwartet Angstreaktion die im Preis des 18 Kerners deutlich wird, Kosteten beide Vorgänger ca. 1900-2200 Euro liegt der neue 18-Kerner nun bei 1000 Euro für an sich dieselbe CPU … und alles was drunter liegt ist nochmal günstiger. Zeichen und Wunder … man kann also doch Günstiger … und gleich 50% woah … ich würde mir als Käufer der 7. / 9. HEDT Generation schlicht Verarscht vorkommen…

Intel hat also nachdem sie panisch Bullshit gebaut haben und immer mehr ans Limit des bekloppten gegangen sind den Weg eingeschlagen Sinnlos Ressourcen zu verschwenden um nun den Entwicklungsaufwand auszusitzen den sie brauchen mit dem angehäuftem Geld der letzten Jahre … Däumchen.